Struktur

 

Die Villa von Borg zählt zu den größten Gutshöfen im
Saar-Mosel-Raum. Sie ist in einen Herrschaftsbereich -
pars domestica - und einen Wirtschaftsteil - pars rustica - gegliedert. Die noch nicht ausgegrabenen Nebengebäude der pars rustica zeichnen sich deutlich als über ein Dutzend Schutthügel im nordwestlich anschließenden Waldgelände ab und verteilen sich auf einer Fläche von etwa 400 m Länge und 150 m Breite.

Der Herrschaftsbereich besteht aus mehreren Gebäudeflügeln, die um einen weitläufigen Innenhof gruppiert sind. Die parkähnlich angelegte Freifläche wird durch ein großes, in die Gartenarchitektur eingebundenes Zierbecken, geteilt. Quer zur Mittelachse des gesamten Gutsbezirkes befindet sich das zentrale Herrenhaus, das Wohn- und Repräsentationszwecken diente.
An der südwestlichen Seite schließt der Badebereich an, parallel dazu auf der gegenüberliegenden Seite ein Wohn- und Wirtschaftstrakt.

An den Badebereich und den Wohnbereich grenzen weitere Raumfluchten, die zwar noch nicht ausgegraben, geophysikalisch aber erfasst und nachgewiesen sind.
Somit steht fest, dass der palastartige Herrschaftsbereich eine in sich geschlossene Einheit bildete, die vom Wirtschaftsbereich durch eine Mauer abgetrennt war und durch die innere Toranlage betreten werden konnte.