Nordwestlicher Wohn- und Wirtschaftsbereich

Für den Wohnbereich gilt das Gleiche wie für die übrigen Baukomplexe der Villenanlage: am besten lässt sich die Phase der Schlussnutzung nachweisen.

Ursprünglich war der Gebäudeflügel wegen seiner teilweise hypokaustierten Räume wohl als Aufenthalt während der kalten Jahreszeit konzipiert. Spätestens nach den ersten Germaneneinfällen setzte eine rege Umbautätigkeit ein,
in deren Zuge die Raumausstattungen erheblich verändert worden sind.

So wurde in einen Raum mit apsidialem Abschluss ein Kalkofen eingebaut, der in das späte 3. Jh. datiert.

Ein anderer, vorher mit Fußbodenheizung versehener Raum hatte nun die Funktion einer Räucherkammer, wobei auch Spolien als Baumaterial verwendet wurden.


Luftaufnahme der Ausgrabungsarbeiten am Wohn- und Wirtschaftsbereich der Villa.
Im Bild sind verschiedene Bauphasen zu sehen.